MotoStack

MotoStack wird ein automatischer Makroschlitten für Stackingaufnahmen.
Er wird autark arbeiten, bekommt aber auch eine Schnittstelle zu DSLRmaster.



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Geschrieben von: Manfred Fuchs   
Sonntag, den 27. März 2011 um 12:41 Uhr

Eines der Hauptprobleme bei Makroaufnahmen ist die geringe Schärfentiefe. Bei einem Maßstab von 1:1 kann man das Problem  durch stärkeres Abblenden noch einigermaßen in den Griff bekommen. Dringt man in noch größere Maßstäbe ein, so hat man mit einer einzigen Aufnahme keine Chance mehr das Motiv komplett scharf abzubilden. Mit dem Canon MP-E65 kommt man bereits bis 5:1, bei Blende 8 ist die Schärfentiefe unterhalb von 1 mm. Stärker Abblenden ist aufgrund der Beugungsunschärfe nicht zu empfehlen. Im Gegenteil: bereits bei Blende 8 sieht man im Vergleich zu 5.6 eine leichte Verschlechterung.

Zumindest unter kontrollierten Bedingungen gibt es jedoch eine Lösung: Stacking
Dabei werden mehrere Aufnahmen des Motivs in verschiedenen Fokusebenen gemacht und diese anschließend mit entsprechender Software zu einer Aufnahme mit höherer Schärfentiefe verrechnet.
Eine Grundvoraussetzung dabei ist jedoch, dass sich das Motiv nicht bewegt.

Um das Stacking durchzuführen gibt es zwei Möglichkeiten:
-  Änderung der Fokusebene durch Fokusänderung am Objektiv
-  Änderung der Fokusebene durch verschieben der Kamera mittels eines Makroschlittens

Den Fokus über das Objektiv zu ändern ist bei den heutigen Autofokusobjektiven praktisch nicht durchführbar. Selbst bei minimalster Drehung des Fokusrings ist der Verstellweg bereits zu groß. Zudem ist ein gleichmäßiges Verstellen kaum zu bewerkstelligen.
Bei Canon Kameras mit Liveview gibt es jedoch dafür eine Lösung: DSLRmaster

Mit einem Makroschlitten ist das Stacking mit jeder Kamera/Objektiv Kombination möglich.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich nicht jeder Schlitten dazu eignet. Er muss sich leichtgängig und präzise einstellen lassen. Je größer der Maßstab, desto geringere Verstellwege muss er ermöglichen.
Ich habe bisher den Schlitten von Novoflex verwendet. Er ist hervorragend, aber aufgrund der Bauweise nicht für extrem kleine Verstellwege geeignet. Bevor ich nun zu einer für das Stacking besseren (und ungleich teureren) Lösung wie zu Beispiel von ReallyRightStuff greife, baue ich mir nun lieber gleich eine vollautomatisch Lösung.

Grundlage wird ein über Schrittmotor gesteuerter Lineartisch. Die Ansteuerung erfolgt auf zwei Wege:
- Autarke Steuerung über ATmega Mikrokontroller
- Steuerung über PC mittels DSLRmaster

 

Weitere Infos wird es hier erst geben, wenn das Projekt ein entsprechendes Stadium erreicht hat. Über den Fortschritt des Projekts werde ich zwischenzeitlich einigermaßen regelmäßig in meinem Blog berichten.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. März 2011 um 13:22 Uhr